Warum wir bei den Wilden Weiber tanzen und in der Psychotherapie nicht.

Vor vielen, vielen Jahren habe ich eine Psychotherapie gemacht. Das war gut. Das war der Anfang von meinem Weg, mich selbst zu ergründen und zu verstehen, warum ich manche Sachen immer wieder gleich mache.
Ich finde Psychotherapie wichtig. Und ich finde es gut, wenn jemand anfängt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Doch wenn du noch nie eine Therapie gemacht hast, kann es sein, dass du mit den unterschiedlichen Therapieformen überfordert bist, die es da gibt. Und vielleicht suchst du dir eine aus, die dich nicht wirklich weiterbringt, weil du froh bist, überhaupt einen Platz gefunden zu haben. Du gehst hin und hast sicher auch ein paar Einsichten. Da ich Heilpraktikerin für Psychotherapie bin, kenne ich die Grenzen der klassischen (gesprächs- und verstandesorientierten) Psychotherapie. Sie sortiert und räumt in deinem Kopf auf. Wie gesagt, als Einstieg in die Reise zu dir selbst ist das super.
Ich habe nach meiner Psychotherapie gemerkt, dass ich es zwar verstanden habe, aber immer noch gleich gefühlt habe. Ich war ohnmächtig, wenn ich angeschrien wurde. Ich ließ mich schnell verunsichern. Ich habe mich geärgert, aber meine Wut runtergeschluckt. Ich habe Ja gesagt, obwohl ich Nein meinte. Ich habe die Bestätigung von anderen gebraucht, um mich besser zu fühlen. Und so weiter. Vielleicht erkennst du dich darin wieder?
Und so bin ich weiter gegangen. Ich habe Körperarbeit gemacht und energetische Ausbildungen. Alles gut, alles hilfreich. Ich habe angefangen, mit Frauen zu arbeiten und bin immer wieder an einen Punkt gekommen, wo ich merkte, dass die klassischen Wege nicht reichen.
Viele Wege, die ich kennengelernt habe, machen einen Bogen um die Emotionen herum. Oder sie schauen sich nur einen Aspekt an, das innere Kind zum Beispiel. Das ist wichtig, das ist gut. Doch für mich waren es einzelne Puzzleteile und nicht das gesamte Bild. Mir hat immer etwas gefehlt.
Ich habe viele verschiedene Dinge selber ausprobiert und einige Weiterbildungen gemacht. Und dann hatte ich eine Vision. Ich habe erkannt, was Frauen brauchen. Was sie wirklich brauchen. Und das ist tatsächlich zu meiner Lieblingsfrage geworden:
Was brauchst du wirklich?
Viele antworten mit: Leichtigkeit, mehr Geduld, meine Angst loslassen ...
Das sind alles Antworten, die aus dem Kopf kommen. Denn das, was du wirklich brauchst, liegt viel tiefer. Meine Berufung ist es, dich dorthin zu führen, wo der Schmerz sitzt, aber auch die Antwort. Und wenn du dir das angeschaut hast, dann kannst du dich befreien. Auch hier gibt es eine - aus meiner Sicht - falsche Annahme. Viele sagen: Ich will meinen Schmerz loslassen oder meine Vergangenheit. Das geht tatsächlich nicht. Was du machen kannst, ist den Schmerz, die Vergangenheit zu akzeptieren. Du kannst aufhören, dagegen zu kämpfen. Und dann passiert etwas wunderbares. Du fängst an zu heilen und du integrierst deine Wunden. Und dann kannst du frei tanzen.




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